Unter dem Titel "Orgelsinfonien" werden in den Matineen Werke von J. S. Bach (Präludium und Fuge e-Moll), Ch. Widor (V. und IX. Sinfonie), L. Vierne (II. und IV. Sinfonie), M. Reger (Sinfonische Fantasie und Fuge op. 57) u.a. aufgeführt. Mit Johann Sebastian Bach begann das Phänomen der "Orgelsinfonie", die vor allem Ende des 19. Jahrhunderts zur beherrschenden Gattung wurde. In Anlehnung an die großen Orchestersinfonien eines Beethovens, Brahms, Bruckners u. a. schufen vor allem in Frankreich viele Komponisten großdimensionierte Orgelwerke, die den Titel "Sinfonie" oder aber auch "Sonate" trugen. Voraussetzung für diese unglaublich produktive, wenngleich auch relative kurze Phase der Orgelmusik waren technische Neuerungen im Orgelbau, verbunden mit den Namen Cavaillé-Coll, Sauer, Walcker etc., die nicht nur virtuoses Spiel ermöglichten, sondern auch die Klangfarbenpalette der Orgel, die sich zunehmend am Orchesterideal orientierte.
M.Reger Symphonische Fantasie und Fuge op.57, an der Orgel: Volker Ellenberger.
Der Eintritt ist frei.